Schimmelbewertung

Sachverständiger für Schimmelbewertung

So schlimm muss es erst gar nicht werden.

Was ist Eigentlich schimmel?

Schimmelpilze - umgangssprachlich als Schimmel bezeichnet - sind ein natürlicher Bestandtteil unserer Umwelt. Sie kommen in fast allen Lebenslagen und Umweltsituationen vor und sind meist unbedenklich. In der Luft befinden sich nahezu immer diverse Schimmelpilzbestandtteile. In vielen Bereichen werden Schimmelpilze als Nützlinge genutzt (bspw. Schimmelkäse, Herstellung von Antibiotika, Edelfäule im Weinanbau, etc.). Übersteigt die Schimmelpilzkonzentration allerdings ein bestimmtes Maß, können Schimmelpilze teilweise schwerwiegende gesundheitliche Probleme bei Menschen hervorrufen. Dann können Schimmelpilze Allergien, Infektionen in Form von Mykosen und Vergiftungen auslösen.

Wie bildet sich Schimmel?

Schimmelpilze benötigen in der Regel zwei Dinge zum Wachstum: Feuchtigkeit und organisches Material als Nährstoffquelle (und daneben natürlich auch Sauerstoff und Stickstoff).

 

Grundsätzlich sind Schimmelpilze nicht wählerisch und somit extrem anpassungsfähig. Die meisten Schimmelpilze fühlen sich in den gleichen Temperaturbereichen wohl, in denen auch wir Menschen uns wohl fühlen, weshalb sie häufig in Wohnräumen auffindbar sind. Allerdings gedeihen Schimmelpilze - je nach Art - durchaus in Temperaturbereichen zwischen 0°C und 50°C. Das wichtigste für das Wachstum von Schimmelpilzen ist jedoch Feuchtigkeit, da in unseren Lebensbereichen fast immer ausreichend organisches Material als Nahrungsquelle vorhanden ist. Die häufigsten Ursachen für erhöhte Feuchtigkeit liegen in erhöhter Raumluftfeuchtigkeit (meist ein Lüftungsproblem), einem Wasserschaden (defekte Wasser- oder Heizungsleitung), Kondensat- also Tauwasserbildung (z.B. bei Wärmebrücken) oder durch außen eindringendes Wasser (Undichtigkeiten in der Gebäudehülle). Auch im Neubau ist Schimmel oft ein Problem durch hohe Restfeuchtigkeit im Baukörper.

 

Organisches Material findet sich wiederum überall: Die Rigipsplatte im Innenausbau, die Spachtelmasse oder die Tapeten an der Wand, Möbel oder Kleidungsstücke. Bei besten Voraussetzungen kann Schimmel allerdings auch auf Kunststoff, Silikon (Dehungsfugen) und sogar Glas gedeihen, da sich auch in der Raumluft organisches Material in Form von Staub, Hautpartikeln, etc. befindet.

Wie erkennt man Schimmel?

Schimmel erkennt man meistens erst, wenn sich der Fruchtkörper an der Oberfläche in Form eines pelzigen, oftmals farbigen Belags ausbildet. Die Farbe des sichtbaren Pilzes sagt übrigens nichts über die vom Schimmelpilz ausgehende Gefährdung aus. Ob Weiß, Blau, Braun oder Schwarz, eine Klassifizierung der Gefährdung oder auch nur die Bestimmung der genauen Schimmelpilzart sind einizg über die Farbe nicht möglich.

 

Bei einem längerfristigen, oftmals verdeckten, Schimmelpilzbefall ist häufig eine deutliche Geruchsbelästigung wahrnehmbar. Typisch ist ein muffiger, modriger Geruch, der von Stoffwechselprodukten des Schimmelpilzes verursacht wird.

 

Wenn der Fruchtkörper sichtbar ist, hat sich der Schimmelpilz in der Regel bereits stark vermehrt. Ein Schimmelpilz wächst durch sogenannte Myzelien, ein Fadengeflecht, das zumeist mit bloßem Auge nicht erkennbar ist. Diese Myzelien wachsen mitunter tief in das geschädigte Material hinein, so dass das eigentliche Schadensausmaß deutlich umfangreicher sein kann, als der sichtbare Schaden auf Anhieb vermuten lässt.

Wie gefährlich ist Schimmel?

Eine grundsätzliche Gefahreneinschätzung kann pauschal nicht getroffen werden. Ob eine Gefährdung der Gesundheit besteht und wie hoch diese Gefahr ist, ist abhängig von den nachgewiesenen Schimmelpilzarten und dem Umfang des Befalls.

 

Einigen Schimmelpilzarten wird eine besondere gesundheitliche Bedeutung zugeordnet. Diese Arten sind dafür bekannt, dass sie verschiedene Gesundheitsprobleme beim Menschen auslösen können. Dazu gehören Allergien, Vergiftungen und Infektionen.

Wie können Schimmelschäden saniert werden?

Die einzelnen Sanierungsmaßnahmen sind abhängig von der eigentlichen Schadensursache, dem Schadensumfang und dem Gefährdungsausmaß.

 

Ihr Schimmelexperte wird die Schadensursache feststellen. In vielen Fällen ist tatsächlich ein falsches Lüftungs- und Heizverhalten die Ursache für Schimmelbildung. Hierzu berate ich Sie gerne ausführlich.

 

Andere Ursachen liegen in der Gebäudesubstanz und sind auf Bauschäden oder Baumängel zurückzuführen. Insbesondere bei älteren, nachträglich sanierten Gebäuden trifft man immer wieder auf nicht fachgerecht ausgeführte Fassadendämmungen. Dadurch können dann wiederum Wärmebrücken entstehen, an denen die Raumluft kondensiert und somit Schimmelpilzwachstum extrem begünstigt wird. Aber auch Bauschäden in Form von Leckagen innerhalb des Hauses, durch defekte Wasser-, Abwasser- oder Heizungsrohre oder durch von außen eindringendem Wasser sind häufige Schadensursachen.

 

Bei Neubauten hat man ebenso oftmals mit Schimmelproblemen zu kämpfen. Während der Bauzeit wird sehr viel Wasser im Wandputz, in den Betondecken, dem Estrich, dem Fliesenkleber usw. gebunden. Dieses Wasser verdunstet über die Zeit. Jedoch dauert dieser Prozess einige Monate bis zu 2 Jahre. In diesem Zeitraum werden etliche Liter Wasser in die Raumluft abgegeben. Regelmäßiges und vor allem richtiges Lüften ist hier außerordentlich wichtig.

 

Im ersten Schritt gilt es also, die Ursache festzustellen, um dann dauerhaft das Lüftungs- und Heizverhalten zu optimieren beziehungsweise den Bauschaden oder Baumangel zu beheben.

 

Auch der Sanierungsumfang des Schimmelpilzbefalls sollte von Sachverständigen bestimmt werden. Bei kleineren Befällen reicht manchmal eine Desinfektion des schadhaften Stellen aus. Eine Sanierungsmaßnahme kann in den schlimmsten Fällen aber auch eine Abschottung der befallenen Räume, den Rückbau der beschädigten Bereiche und die Wiederherstellung dieser Bereiche erfordern. Der Sachverständige bestimmt dabei das Gefährdungspotential und erstellt ein Sanierungskonzept. Die tatsächliche Schimmelsanierung sollte dann durch ein (zertifiziertes) Fachunternehmen durchgeführt werden.

Was macht der Schimmelsachverständige?