Honorartabelle

Private Aufträge

Unsere Honorartabelle in Anlehnung an die Empfehlungen des Bundesverbands öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e.V.

(2)    Anwendungsbereich
Die Honorarrichtlinie gilt für die Erstattung von Gutachten über den Verkehrswert von Grundstücken im Sinne der Sachverständigenordnung der jeweiligen Bestellungskörperschaft. Unter „Grundstück“ ist ein immobilienwirtschaftliches Grundstück zu verstehen. Die Anzahl der sachenrechtlichen Grundstücke ist in der Regel unbeachtlich.

(3)    Anwendung der Honorartabelle
Maßgeblich ist der ermittelte Verkehrswert. Für die Fälle, bei denen Wertminderungen erfolgen, (z.B. Abschläge für Instandsetzungseinfluss, Reparatureinfluss, ökologische Lasten, Abbruchkosten, Erschließungsprobleme), ist das Honorar auf der Grundlage des ungekürzten Werts zu bemessen.

(4)    Zuschlag für erschwerte Bedingungen
Bei erschwerten Arbeitsbedingungen, die objektbezogen sind (z.B. Schmutz, Sicherheit, Gefahrenabwehr) ist mit dem Faktor 1,2 zu multiplizieren, mindestens mit € 200 (€ 238 inkl. MwSt.), zu berücksichtigen.

Schwierigkeiten können insbesondere vorliegen bei Wertermittlungen:
•    für Eigentumswohnungen und Teileigentum,
•    für die Ermittlung der Bruttogeschossfläche (BGF),
•    für Erbbaurechte, Nießbrauchs- und Wohnrechte sowie sonstige Rechte,
•    bei Umlegungen und Enteignungen,
•    bei steuerlichen Bewertungen,
•    für unterschiedliche Nutzungsarten auf einem Grundstück,
•    bei Berücksichtigung von Schadensgraden,
•    bei besonderen Unfallgefahren, starkem Staub oder Schmutz oder sonstigen nicht unerheblichen Erschwernissen bei der Durchführung des Auftrages,
•    für mehrere Stichtage, die im Einzelfall eine Auseinandersetzung mit Grundsatzfragen der Wertermittlung und eine entsprechende schriftliche Begründung erfordern.

(5)    Kurzgutachten
Für Kurzgutachten gilt jeweils das halbe Honorar gem. o.a. Tabelle. Zuschläge für erschwerte Bedingungen und Nebenkosten werden in jedem Fall wie oben aufgeführt berechnet.

(6)    Nebenkosten
Kosten und Auslagen wie Fahrgeld, Fotos, Fotokopien, Porto, Telekommunikationskosten, etc. werden pauschal mit 5% zugeschlagen. Behördengebühren (z.B. f. Grundbuchauszüge, Flurkarten, Anliegerbescheinigungen, sonstige Bescheinigungen, Einsicht und Ausleihen von Bauzeichnungen, Gebühren für die Ermittlung von Vergleichsgrundstücken und Bodenrichtwerten beim Gutachterausschuss, usw.) werden gesondert gegen Nachweis in Rechnung gestellt. Bei Besichtigungen ab 25 km vom Bürostandort werden die Fahrkosten zusätzlich mit € 0,60/km (€ 0,71/km inkl. MwSt.) berechnet. Enthalten sind immer zwei Ausfertigungen des Gutachtens. Werden weitere Ausfertigungen gewünscht, werden diese mit € 0,75/Seite (€ 0,89/Seite inkl. MwSt.) berechnet.

(7)    Sonstiges
Sofern eine Gutachtenerstattung - aus Gründen, die der Auftragnehmer nicht zu vertreten hat - entfällt, wird der bis dahin erforderliche Zeitaufwand nebst Auslagen berechnet. Der Stundensatz liegt bei € 110/Std. (€ 130,90/Std.).

(8)    Anzahlung
Bei Auftragserteilung, bzw. spätestens zum Ortstermin wird eine Anzahlung von 20 % des Honorars, mindestens € 500 (€ 595 inkl. MwSt.) erhoben, die zur Deckung der Kosten des Ortstermins und der Kosten der Recherche und ggf. Beibringung von erforderlichen Unterlagen dient.



Behördliche Aufträge

Das Honorar richtet sich nach dem Justizvergütungs- und entschädigungsgesetz – JVEG vom 5. Mai 2004 (BGBl. I S. 718, 776).

Alle Angaben für behördliche Aufträge verstehen sich zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer.